Feer´t luns Bas
Das Beste für Helgoland

 

 Atoll vermietet an Wind MW

 

Gestern gaben der Windparkbetreiber Wind MW und Arne Weber

(HC Hagemann, Hotel Atoll) bekannt, dass das Designerhotel Atoll für zehn Jahre komplett an Wind MW vermietet wird. Das bedeutet, das rund 50 Betten und das "erste Haus am Platz" für diese Zeit nicht mehr von Urlaubsgästen genutzt werden kann. Des weiteren hat Wind MW kein weiteres Interesse am Bau von Wohnungen oberhalb der Schule.

Für die Gemeindevertreter und Fraktionen kam die Nachricht äuserst unerwartet, da der Bebauungsplan für die Grundstücke oberhalb der Schule wenige Tage zuvor in einem Eielverfahrem durch die Ausschüsse und Gemeindevertretung verabschiedet wurde. Auch die Benachrichtigung der Politik und der Verwaltung, erst zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Vertrages, sorgt für Unmut.

Wir müssen uns die Frage stellen, wie viel ist uns das Wort eines Investors noch wert? Wie ist, angesichts solcher Entwicklungen, eine weitere Zusaammenarbeit z.B. im Bereich der Nutzung des Hubschrauberlandeplatzes, bei fehlendem Vertrauen noch möglich?

Die SPD Fraktion ist weiterhin von dem Plan Helgoland zu einem Servicestützpunkt für Windparks zu machen überzeugt, jedoch nicht um jeden Preis und vor allem nicht zu Lasten des Tourismus.

Wir werden die Vorhaben der Windparkbetreiber in zukunft noch kritischer betrachten müssen und eventuelle Vorverträge schließen müssen um zukünftige Investitionen zu sichern.

 

Offshore Windparks,

Chance für Helgoland

In den nächsten drei Jahren soll vor Helgoland ein neuer Windpark entstehen. Der "Helgolandcluster" soll aus 208 Windkraftanlagen und einer Gesamtfläche von 42 Quadratkilometern bestehen. Er kann dann über 120.000 Haushalte mit Strom versorgen und liegt ca. 25 Km vor Helgoland.

Er setzt sich aus drei Feldern zusammen:

Windpark Nord/Ost (RWE Innogy), Amrumerbank West (Eon) und Meerwind Süd/Ost (Wind MW bzw.Blackstone). Jedem Investor steht dabei ein Investitionskapital von ca. 1 Mrd. Euro zur Verfügung.

Mit dem Bau des ersten Windparks soll vorraussichtlich 2012 begonnen werden und der Bau des letzten Windparks soll 2014 abgeschlossen sein.

Während des Baus, aber vorallem während der Betriebszeit (ca. 20 Jahre) soll Helgoland als Servicestützpunkt für Wartungs- und Reperaturarbeiten genutzt werden.

Das bedeutet, dass ca..zwei Serviceschiffe (Crew Vessels) pro Offshore Windpark Betreiber (OWB) im Helgoländer Hafen stationiert werden um die Servicemitarbeiter morgens zu den Windparks und abends wieder zurück zu fahren. Als Liegefläche wird dafür die Südkaje im Vorhafen dienen, die dafür komplett erneuert werden muss. Zusätzlich werden an der Südkaje drei Hallen gebaut (für jeden OWB eine) die als Lager für Servicewerkstoffe dienen sollen. Eine vierte Halle ist für den Frachtumschag der Insel geplant, der dann von dem Binnenhafen in den Südhafen verlegt wird und über eine neue Frachtstraße die am Hubschrauberlandeplatz verläuft mit dem Ortskern verbunden sein wird.

Da die Ertüchtigungen zu Beginn der Errichtung der Windkraftanlagen noch nicht abgeschlossen sein werden benötigen die Crew Vessels alternative Liegeplätze.

Diese sollen im Binnenhafen Südhafen und soweit möglich im Nord-Osthafen der Insel liegen.

Für langfristige Unterkünfte muss allerdings auch gesorgt werden.

Dafür wurden Flächen oberhalb der Schule und am Invasorenpfad (Ziviheim) vorgesehen.

 

Bebaungsplan Südkaje

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